Meine Lebensgefährtin äußerte kürzlich den Verdacht, dass ich zu viel Alkohol trinken würde. Aber wie viel ist denn überhaupt "zu viel"? |
- Es gelten bestimmte "Regeln" für einen verantwortungsbewussten, risikoarmen Alkoholkonsum. Sowohl für Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren als auch für Erwachsene. Diesen Regeln bzw. Empfehlungen liegen medizinische Überlegungen und wissenschaftliche Forschungsbefunde zugrunde. Eine einfache, gut lesbare Seite dazu gibt es >>> hier (BZgA, "kenn-dein-limit.de").
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| Was kostet denn ein Beratungsgespräch? Und wie lange dauert es? |
- Beratungsgespräche (telefonisch oder in unseren Fachstellen) sind stets kostenslos! Eine bestimmte Dauer gibt es nicht. Manche Gespräche sind kurz (15-20 Minuten), wenn es zum Beispiel um Adressen oder Info-Material geht. Andere Gespräche dauern länger (z.B. 60 Minuten), zum Beispiel wenn es um die Frage geht, wie ein bestimmtes Problem gelöst werden kann. Die Berater unserer Fachstellen sind frei und unabhängig in ihren Empfehlungen, sie "gehören" weder einer bestimmten Kirche noch Behörde an! Alle Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht! Wir führen Gespräche auf Wunsch auch anonym.
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| Ich möchte einem Freund dabei helfen, vom Alkohol wegzukommen. Welchen Rat können Sie mir dafür geben? |
- Dieser Hilfewunsch ist nachvollziehbar, insbesondere wenn es ein nahestehender Mensch ist und durch den Alkoholkonsum bereits Folgeprobleme eingetreten sind. Ganz ohne Mitwirkung Ihres Freundes
wird es jedoch nicht gehen. Günstig sind Momente, in denen Ihr Freund von sich aus eine gewisse Nachdenklichkeit oder Besorgnis äußert. In solchen Momenten könnten
Sie im gut Ihre Unterstützung anbieten. Gerne erläutern wir Ihnen dazu weitere Möglichkeiten in einem ausführlichen Beratungsgespräch.
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| Was passiert eigentlich genau in einer Sucht-Therapie? |
- Therapie steht - vereinfacht ausgedrückt - für einen Veränderungsprozess, an dess Ende die gesundheitliche Besserung steht. Dazu gehört zum Beispiel die Entwöhnung vom Suchtmittel. Zur Anwendung kommen bestimmte Methoden, die gelernt, geübt und dann auch nach der Therapie eigenständig fortgeführt und angewendet werden. Zu Beginn der Therapie ist es wichtig, dass eine ausreichende Stabilität vorliegt. Die einzelnen Schritte auf diesem Weg erläutern wir Ihnen gerne in einem Beratungsgespräch.
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| Muss es denn immer gleich eine Therapie sein oder reicht auch eine Selbsthilfe-Gruppe? |
- Lebensstil- und Verhaltensänderungen erfolgen erfreulicher Weise in vielen Fällen ganz ohne fremde (therapeutische) Hilfe. Die Fähigkeit zur Selbsthilfe ist ein wichtiges Lebensprinzip, genau danach arbeiten auch Selbsthilfegruppen! Es ist wichtig und richtig, vor einer Therapie stets sorgfältig zu prüfen, ob und welche Schritte selbstständig erbracht werden können. Teilnehmer in Selbsthilfegruppen können Ihnen dazu viele wertvolle Ratschläge geben!
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| Wo finde ich denn Selbsthilfegruppen und welche Angebote gibt es? |
- Adressen einiger Selbsthilfegruppen im Landkreis Rotenburg (Wümme) finden sich auf unserer Homepage in der Rubrik "Selbsthilfe".
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| Finde ich bei Ihnen auch Hilfe, wenn es um das Thema "Glücksspiel" geht? |
- Ja! Wir haben ein eigenes Beratungsangebot speziell für Menschen mit problematischem Glückssspielverhalten. Eine reine"Spieler-Gruppe" trifft sich einmal wöchentlich in Rotenburg. Und auch in Bremervörde hat die Selbsthilfe für Glücksspieler Tradition. Sprechen Sie uns gerne darauf an: Anja Reinken, Präventionsfachkraft Glücksspielsucht (Tel.: 04261 - 63957).
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| Was bedeutet eigentlich "Entgiftung"? Und was passiert da genau? |
- "Entgiftung"
(Entzugsbehandlung) meint den Aufenthalt in einem allgemeinmedizinischen Krankenhaus. Unter ärztlicher Kontrolle wird dort das Suchtmittel abgesetzt. Wie schnell so etwas möglich ist und welche zusätzlichen Maßnahmen dabei erforderlich sind, ist individuell verschieden und bedarf der ärztlichen Beobachtung und Untersuchung. Ein selbstgesteuerter Suchtmittelentzug birgt hohe gesundheitliche Risiken. - Wir raten dringen davon ab und empfehlen in jedem Fall ein Vorgespräch mit dem Hausarzt!
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| Wie beantrage ich denn eine Therapie in einer Fachklinik? |
- Dabei gibt es einiges zu beachten. Meist sind verschiedene Therapiemöglichkeiten denkbar, außerdem ist die Kostenübernahme der Leistungs-/Kostenträger (z.B. Rentenversicherung, GKV) an bestimmte Auflagen und Voraussetzungen geknüpft. Eine Voraussetzung wäre z.B. der regelmäßige Kontakt zu einer Beratungsstelle. Wenn es dazu Fragen gibt, rufen Sie uns doch einfach an oder kommen Sie in unsere "Offene Sprechstunde".
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| Dürfen Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit tatsächlich nie wieder Alkohol trinken? Und was ist z.B. mit alkoholfreiem Bier? |
- "Dürfen" trifft es nicht ganz, - ein jeder ist in seinem Tun ja grundsätzlich frei. Vernünftig wäre der erneute Konsum ganz sicherlich nicht, denn er ist mit einem hohen Risiko verbunden: Abhängigkeitserkrankungen
sind chronische Störungsbilder, d.h. die Symptomatik kann unter bestimmten Bedingungen
lebenslang erneut auftreten. Durch ein pro-aktives (d.h. vorausschauendes) "Krankheitsmanagement"
ist es jedoch gut möglich, genau diesen "Rückfall" zu verhindern. Dazu zählt nach heutigen Erkenntnissen u.a. der lebenslange Verzicht des auslösenden Suchtmittels.
"Alkoholfreies Bier" enthält tatsächlich fast keinen Alkohol, es ist jedoch - psychologisch betrachtet - dem alkoholhaltigen Bier in verschiedenen Punkten sehr ähnlich! Aus fachlicher Sicht
gilt daher hier eindeutig die Verzichtsempfehlung.
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